FeedTrebnitz
ErdkundeBrockhaus 1882

Trebnitz, Kreisstadt des Regierungsbezirks Breslau der preuß. Provinz Schlesien, am nördlichen Fuße des Katzengebirges, in einem von bewaldeten Höhen desselben gebildeten Thalkessel, an der in der Nähe entspringenden Schätzka (Trebnitzer Wasser), 146 meüber dem Meer, Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts, zählt (1885) 4925 E. und hat eine evang. und eine kath. Pfarrkirche, ein Kreissiechenhaus, drei Hospitäler, Loh-⸗, Mahlmühlen, zwei Dampfbrauereien, Ziegelei und Handel mit Getreide, Flachs und Möbeln. Das ehemalige reiche Cisterciensernonnenkloster wurde 1203 von der heiligen Hedwig, der Gemahlin Heinrichs I. des Bärtigen, gegründet und 1810 aufgehoben. In der Klosterkirche befindet sich das 1694 aus schwarzem Marmor gefertigte Grabmal der heiligen Hedwig, welche hier seit ihrer Heiligsprechung 1267 ruht; alljährlich findet am 15. Okt. eine große Wallfahrt hierher statt. — Der Kreis Trebnitz zählt auf 820 ꝗkm (1885) 52 104 meist prot. E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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