Trevirer (Treywi), ein mächtiges kelt. Volk im belg. Gallien, anscheinend stark mit german. Clementen durchsetzt, tapfer und kriegerisch, ausgeeichnet durch treffliche Reiterei, wohnten, als Cäsar — unterwarf, noch über das untere Moselgebiet (der Kern ihres Landes) ein Stück nördlich am Rhein hinab, wo nachher von den Römern (38 v. Chr.) Ubier angesiedelt wurden. Dort waren damals ihre Nachbarn die Eburonen. Im Osten reichte ihr Land bis an den Rhein und die Nahe, die sie von den deutschen Vangionen, im Westen über die Ardennen hinaus bis zur Maas, die sie von den Nerviern und (in der Gegend von Mezieres) von den Remern schied; im Süden waren an der osel die Mediomatriker + Gebiet von Metz) ihre Nachbarn. Der Versuch einer Erhebung gegen die Römer, den 21 n. Chr. der Trevirer Julius Florus machte, mißglückte. Unter Classicus und Tutor beteiligten sich die TZ. an dem Aufstande des Batavers Civilis, den Petilius Cerialis 70 n. Chr. unterdrückte. Ihre alte Hauptstadt, unter röm. Herrschaft Augusta Trerirorum (Trier) genannt, war später die der Provinz Beigica prima, und seit Constantius Chlorus lange ein Hauptsitz der röm. Herrschaft in Gallien. Vgl. Steininger, „Eeschichte der T. unter den Römern» (Trier 1845/.