Tromp (Mart. Harpertzoon), holländ. Seeheld, geb. 1597 zu Briel, kam bereits in seinem achten Jahre auf die See. Später miral Peter Heijn bei seinen Unternehmungen. Als er 1639 Admiral von Holland wurde, griff er eine große span. Flotte auf der Höhe von Gravelingen an und zerstörte dav und vier Fregatten. Schon im Oktober desselben Jahres griff er wieder in den Dünen die mächtige span. Flotte unter Oquendo siegreich an. Minder glücklich war T. 1652 im Kri und England, in welchem er sich in dem Gefecht vor den Dünen vor dem engl. Admiral Blake zurückziehen mußte. Dieser Unfall gierung, de Ruyter an seine Stelle zu berufen. Doch noch in dem nämlichen Jahre wurde ihm wieder der Oberbefehl übertragen, und 29. Nov. 1652 schlug er die engl. Flotte unter Blale in den Dünen. Im J. 1653 schlugen T. und de Ruyter die große dreitägige Schlacht engl. Flotte, in welcher die Hollander zwar mit Verlust sich schiffe, welche sie deckten, nach Hause brachten. Dar-n auf griff T. im Juni die engl. nan, mußte aber mit Verlust weichen. Nachdem er eseine Flotte wiederhergestellt, segelte er nebst de „Ruyter mit 85 Fahrzeugen nach der Küste von Seeland, wo er die engl. Flotte von 91 Schiffen wahrnahm. Als 6. Aug. 1653 T. durch de Witt rbis auf 120 Schiffe verstarkt war, begann zwischen „Scheveningen und der Maas das Gefecht. Der erste Tag entschied nichts; am zweiten Tage aber „durchbrach T. die feindliche Linie, wurde jedoch bald umzingelt und von seiner eigenen Flotte ver⸗ „lassen. Er focht wie verzweifelt, bis er von einer Flintenkugel durchbohrt niedersank. Jede Anstrengung de Ruyters und der übrigen Befehlshaber, die holländ. Truppen zu ermutigen, waren, sobald T.s Tod bekannt geworden, vergebens, und die große Niederlage beschloß den Tag und den Krieg. T. isoll im ganzen 33 Seetreffen gewonnen haben. Er wurde in der Kirche zu Delft beigesetzt und ein glänzendes Grabmal seinem Andenken errichtet. Cornelis T., der zweite Sohn des vorigen, „geb. 9. Sept. 1629, befehligte schon in seinem 19. Jahre ein Schiff gegen die afrik. Seeräuber. Zwei Jahre nachher wurde er von der Admiralität zu Amsterdam zum Kontreadmiral ernannt. Im J. 1665 nahm er im Kriege zwischen England und den Niederlanden an dem Treffen von Solebay (11. Juli) teil, wo die niederländ. Flotte geschlagen wurde. Durch einen meisterhaften Rückzug gelang es jedoch T., den Siegern ihre meisten Vorteile zu vereiteln. Durch Geschicklichkeit und Mut stieg er zu dem Ruhme seines Vaters empor. Deshalb fand de Witt, obgleich T. der oranischen Partei zugethan war, es ratsam, ihm bis zur Rückkehr de Ruyters den Oberfehl über die Flotte zu übertragen. Bei der viertägigen Schlacht in den Dünen im Juli 1666 zeigte T. das größte Talent. Als er im August mit zu großer Hitze eine engl. Flotte, die er geschlagen, verfolgte, wurde er von der holländ. Hauptflotte abgeschnitten und dadurch verhindert, dem Admiral de Ruyter zu Hilfe zu kommen, welcher sich zurückziehen mußte. Zwar gelang es T., mit geringem Verlust seine Flotte in den Texel zu bringen; allein auf de Ruyters Klagen wurde er entsetzt. Als jedoch 1673 der Krieg gegen England und Frankreich ausbrach, trat er wieder in Dienst und versöhnte sich mit de Ruyter. In diesem Kriege zeichnete er sich durch mehrere Siege über die Engländer aus. Als er 1675 nach dem Frieden England besuchte, wurde er ehrenvoll empfangen und von Karl II. zum Baronet ernannt. Hierauf unterstützte er im J. 1676 mit einer Flotte die Dänen gegen Schweden und blieb auch, nach de Ruyters Tode (1691) zum Admiral-Generallieutenant der Vereinigten Niederlande ernannt, bis zum Ende des Kriegs in dän. Diensten. Er starb als Oberbefehlshaber der holländ. Flotte zu Amsterdam 29. Mai 1691 und wurde 6. Juni in dem Grabmal seines Vaters zu Delft beigesetzt.