Trophonios sollte nach der griech. Mythologie mit seinem Bruder Agamedes mehrere Bauwerke errichtet haben, wie den alten 548 v. Chr. abgebrannten Tempel des Apollon zu Delphi oder das Gemach der Alkmene, das man unter den für den Palast des Amphitryon geltenden Ruinen erkennen wollte, oder das Schatzhaus des Königs Hyrieus von Hyria in Böotien, von dem eine ähnliche Sage erzählt wird wie vom Schatzhause des Rampsinit. In dasselbe hatten die Brüder nämlich einen Stein so eingefügt, daß er sich von außen leicht herausnehmen ließ, um nachts den Schatz zu stehlen. Als sich aber in den von Hyrieus gelegten Schlingen einst Agamedes fing, schnitt ihm T., um nicht durch den Bruder als Mitschuldiger entdeckt zu werden, den Kopf ab. Hierauf that sich vor T. bei Lebadeia in Böotien die Erde auf. Dort war später ein Tempel des T. mit einem Bilde desselben von Praxiteles und weiter oben eine Offnung im Boden, in die nach vielen dem T. und andern Göttern gebrachten Opfern diejenigen hinabfuhren, die dort in geheimnisvoller, schreckhafter Weise Offenbarungen von T. zu erhalten glaubten.