Tulu, richtiger als Tulln, Stadt und Sitz eines Bezirksgerichts in der Bezirkshauptmannschaft Hernals in Ssterreich unter der Enns, an der Donau, Station der Linie Wien-Budweis der Osterreichischen Staatsbahnen, zählt (1880) 3234 E., ist eine der ältesten Städte des Landes und war zur Zeit der Karolingischen Ostmark Sitz des Markgrafen. T. ist der Stapelplatz für die Erzeugnisse des Tulnerbodens geworden, unter denen von alters her das Kopfkraut (Brassica oleracea) einen Hauptartikel bildet. Die Stadt hat eine schöne Pfarrlirche mit der merkwürdigen roman. Dreikönigslapelle aus dem 10. Jahrh., eine Minoritenkirche und eine große Kaserne (ehemals Pionierschule). T. liegt in der Mitte der als Tulnerboden belannten fruchtbaren Ebene. Vgl. Kerschbaumer, „Geschichte der Stadt T.v (Wien 1874).