Ukert (Friedr. Aug.), deutscher Historiker, geb. 28. Okt. 1780 zu Eutin, bezog 1800 die Universität zu Halle, dann die zu Jena, wurde 1804 Hauslehrer in Danzig, 1807 Erzieher der nachgelassenen Söhne Schillers und des jungen Wolzogen in Weimar. Im J. 1808 folgte er aber einem Rufe nach Gotha, wo er sich als Lehrer am Gymnasium vorzüglich durch den geogr. Unterricht, als Oberbibliothekar der herzogl. Büchersammlung durch eifrige Teilnahme an der Anordnung und Katalogisierung der Bücher, sowie als Aufseher des Münzkabinetts verdient machte. Seinen kleinen Schriften: Küber die Art bei den Alten, die Entfernungen zu bestimmend (Weim. 1813), lber die Geographie des Hekatäus und Damastes »(Weim. 1814) und «über die Geographie Homers »(Weim. 1815), folgte die KGeographie der Griechen und Römerv (Bd. 1—3, Weim. 1816—46), ein Werk, das durch Quellenstudium, Scharfsinn und geschickte Benutzung neuerer Forschungen sich auszeichnet. Außerdem sind zu erwähnen: das «Gemälde von Griechenlandv (Königsb. 1811; neue Aufl., Darmst. 1833); die Bearbeitung von Kinneirs und Beauforts «Reisen in Kleinasien, Armenien und Karamanien v (Weim. 1821); die Beschreibung der Nord- und Südhälfte von Afrika in dem «Handbuch der neuesten Erdbeschreibunge (Abteil. 6, Bd. 1 u. 2, Weim. 18²24). Von seinen kleinern Monographien verdient die Abhandlung aüber Dämonen, Heroen und Genieno» (Lpz. 1850) Erwähnung. Außerdem gab er heraus seines Vaters, Georg Heinrich Albrecht U. (gest. zu Gotha 1814), Werk: Dr. Martin Luthers Leben v (2 Bde., Gotha 1817), und seines Schwiegervaters Löffler Kleine Schrifteno(3 Bde., Weim. 1817—18). Seit 1828 gab er mit Heeren 4Geschichte der europ. Staateno (fortgesetzt von Giesebrecht) und seit 1834 mit Jacobs die Merkwürdigkeiten der herzogl. Bibliothek zu Gotha» (3 Bde., Lpz. 1835—38) heraus. U. starb 18. Mai 1851.