Ukert (August), Jurist, Sohn des vorigen, geb. 15. Dez. 1811 in Gotha, studierte in Göttingen und Berlin und trat dann in den preuß. Staatsdienst. Er wurde 1837 Oberlandesgerichtsassessor in Frankfurt a. O., 1838 in Marienwerder, wo er 1845 Direktor des Land- und Stadtgerichts, 1850 des Kreisgerichts wurde. Hierauf erfolgte 1852 seine Ernennung zum Appellationsgerichtsrat in Stettin, 1854-69 war er Stadt- und Kreisgerichtsdirektor in Danzig. Dann ward er Vizepräsident des Appellationsgerichts zu Posen, 1874 Erster Präsident des zu Magdeburg, endlich 1879 Senatspräsident beim Reichsgericht zu Leipzig. Nachdem er 1884 in den Ruhestand getreten, ließ er sich in Berlin nieder, wo er 9. Mai 1886 starb.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 4Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei