Ungarisch-Brod (slaw. Uhersky Broch), früher stark befestigte Stadt, im füdöstl. Teile von Mähren, im Thale der Olsawa, die zur March geht, Station der Linie Ungarisch-Hradisch-U. der Osterreichisch-Ungarischen Staatsbahnen, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 4435 C., teils Slawen, teils Deutsche. Die 646 Juden bilden eine eigene Gemeinde. Unter den Gebäuden ist das ehemals fürstlich Kaunitzsche Majoratshaus und das Dominikanerkloster zu nennen. U. wurde 1049 gegründet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 19Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei