Upolu, früher Ojolava, zweitgrößte der Samoa-Inseln (s. d.), die reichste, fruchtbarste und schönste von allen, südöstlich von Savaii, ist von O. nach W. 64 km lang und bis zu 24 km breit bei einem Umfang von 320 EKm. Mit den Nebeninsel⸗ — zählt sie 881 akm und hat eine eingeborene völkerung von (1874) 16568 Seelen, welche sich zum Christentum bekennen, außerdem 250 Europäer in Apia. Im westlichsten Teile der Insel, Aana, dem fruchtbarsten und ergiebigsten Distrikt, erhebt sich der ausgebrannte Vulkan Tofua zu einer Höhe von 612 m; das von ihm geschiedene, U. von W. nach O. durchziehende mach N. fällt nach S. steil ab, senkt sich dagegen nach N. allmählich und ist mit einer dichten Pflanzendecke bekleidet; die höchsten Gipfelpunkte desselben sind der Malata (914 m) und der Lanutoo (783 m), dessen alten Krater ein sehr schöner See ausfüllt. Die Ufer der Insel sind überall von Korallenriffen umgeben, durch welche zu den Häfen Kanäle führen; der wichtigste Hafen ist Apia (s. d.), der Hauptort der Samoa-Inseln, an der Nordküste; außerdem sind bemerkenswert Saluafata, ein trefflicher Ankerplatz, an dessen Ufern die Regierung des Deutschen Reichs allein das Recht hat, Kohlenlager und Stationsgebäude zu errichten; ferner an der Südküste die Bucht von Safata und der Hafen von Falealili, welches letztere mit 4000 E. der größte Ort der ganzen Gruppe ist.