Unzuständigkeit, s. Zuständigkeit. Uupanishad (geheime Sitzung, Geheimlehre) eißt im Sanskrit eine Gattung theol.⸗philos. Abandlungen, welche meist die Schlußkapitel der sog. ahmanas (s. unter Sanskrit) bilden, zuweilen aber auch für sich allein stehen und teils in Prosa, teils in einer Mischung aus Prosa und Versen, teils ganz in Versen geschrieben sind. Die ältesten U. reichen gewiß über das J. 500 v. Chr. zurück, während die udee einer viel spätern Zeit angehören. Sie sind besonders deshalb wichtig, weil sie die Keime der später im Vedänta (s. d.) systematisch begründeten pantheistischen Einheitslehre enthalten, welche noch heute von größtem Einfluß in Indien ist. Die U. gehören zu den am frühesten in Europa bekannt gewordenen Produkten der Sanskrit-Litteratur, da bereits Anquetil-Duperron (s. d.) 52 derselben aus einer persischen übersetzung ins Lateinische übertrug; aber erst in der neuern Zeit hat man sich eingehender mit ihnen beschäftigt; das europ. Hauptwerk ist die engl. Übersetzung von Max Müller in den «Sacred books of the Easto (Bd. 1 u. 15).