Ustica, Insel im südl. Tyrrhenischen Meere, 67 km im NNW. von Palermo, zur Provinz und zum Bezirk Palermo gehörig, vulkanischen Ursprungs, hat interessante Höhlenbildungen und ist Fundort zahlreicher fossiler Konchylien. Der Umfang des bergigen Eilandes (219 m) mißt 15 km; die Bevölkerung, 1881 1793 Seelen, baut Oliven, Wein und Baumwolle. Bei der Insel wird starke Korallenfischerei betrieben. Der Hauptort heißt Santa-Maria die Bergspitze Falconara krönt das gleichnamige Fort. Der Hafen steht mit Palermo in Dampfschiffahrtsverbindung; allmonatlich trifft von dort an je zwei Sonntagen ein Dampfboot hier ein, welches zur Überfahrt 5 Stunden braucht. U., so schon von den Römern, von den Griechen Osteödes genannt, wurde 1762 von barbareskischen Seeräubern verödet.