Vaucanson (Jacques de), berühmter franz. Mechaniker, geb. zu Grenoble 24. Febr. 1709, gest. zu Paris 21. Nov. 1782, verdankt seinen Ruhm zunächst den von ihm erfundenen Automaten. Die bekanntesten waren die Enten von Messing, welche schnatterten, mit den Flügeln schlugen, vorgestreutes Futter verschlangen und nach einer Art Verdauung wieder von sich gaben; ferner der Flötenspieler, eine Figur in Mannshöhe, auf einem Piedestal sitzend, in welchem ein Triebwerk und Blasebälge angebracht waren, welche die Luft so in die verschiedenen Teile der Maschine leiteten, daß sich die Lippen des Automaten und seine Finger auf der Flöte regelmäßig bewegten. V. zeigte dieses Kunstwerk 1738 zuerst in Paris und erklärte den Mechanismus desselben in einer kleinen Schrift Le mécauisme du fluteur automates (Par. 1738). Er erhielt vom Kardinal Fleury die Stelle eines Inspektors der Seidenmanufakturen. Seine Sammlung von Maschinen und Automaten vermachte er der Königin. Später stritten sich die Akademie der Wissenschaften und die Intendantur des Handels um deren Besitz, bis sie zuletzt zerstreut wurde. Mehrere seiner Automaten erwarb ein gewisser Dumoulin, der sie in Deutschland sehen ließ und, wie scheint, an Professor Beireis (s. d.) verkaufte.