Vechta, Stadt und Amtssitz im Großherzogtum Oldenburg, an der Vechta, einem rechtsseitigen Zufluß der Haase, Station der Linie Ahlhorn-V. der Oldenburgischen Staatsbahnen, zählt (1880) 3040 meist kath. E., ist Sitz eines Amtsgerichts und hat eine kath., eine evang. Pfarrkirche, ein bischöfl. Ofsizialat, ein kath. Ober-Schulkolleg, ein kath. Gymnasium, ein kath. Schullehrerseminar und eine Landes-Straf⸗ und Gefängnisanstalt für Männer und Weiber, verbunden mit Zwangsarbeitsanstalt. Im J. 1667 wurde an Stelle der teilweise geschleiften, aus dem 12. Jahrh. stammenden Befestigungswerke eine Citadelle erbaut, welche 1758 63 von den Franzosen besetzt war und 1769 geschleift wurde. Die Stadt gehörte 1252—1803 zum Bistum Münster und ist Geburtsort des Komponisten Andreas Romberg (1767). Das Amt Vechta umfaßt 760 qkm und zählt 31 910 überwiegend kath. E.