Verbum (lat.), auch Zeitwort, nennt man in der Grammatik jedes Wort, welches eine Abwandlung (beim V. Konjugation genannt) durch die verschiedenen Personen (ich, du, er, wir u. s. w.) hat, während das Nomen (Substantiv, Adjektiv) und Pronomen nur Casus hat (dekliniert wird). Die Abwandlung des V. geschah ursprünglich dadurch, daß am Ende des Verbalstammes das betreffende Pronomen angefügt wurde, so ist z. B. im deutschen aisto das t das Pronomen der dritten Person des Singulars, bedeutet also cero, in «sind o für richtigeres «sinto ist ento das Zeichen der dritten Person des Plurals. Diese Endungen haben sich im Laufe der Zeit meistens abgeschwächt und sind nur durch Vergleichung verwandter Sprachen oder älterer Stufen derselben Sprache zu rekonstruieren; z. B. esie loben» heißt mittelhochdeutsch noch alobenty und ist dem «sind o in der Endung gleich. Außer dieser Abwandlung vermag das V. durch bestimmte