FeedVerde di Corsica
NaturlehreBrockhaus 1882

Verde di Corsica (ital., d. h. corsisches Grün), Bezeichnung für ein schönfarbiges, zu Ornamenten verwandtes Gestein, das eine Varietät des Gabbro darstellt, zusammengesetzt aus graulichweißem oder bläulichweißem Saussurit (einem Umwandlungsprodukt des triklinen Feldspats) und grasgrünem Smaragdit (einer Abart der Hornblende, welche ebenso aus dem Diallag hervorgegangen ist). Das Gestein findet sich anstehend oder in Blöcken in Corsica um Alauzand und Orezza, in den Bergen von San-Pietro di Rostino, welche zwischen Corte und der Ostküste eine hohe Kette bilden, um Rutali, an den Ufern des Fiumalto und andern Orten. Zuerst wurde es 1604 zur Zeit Ferdinands von Medici zum Schmuck der laurentinischen Kapelle in Florenz benutzt; im Altertum scheint es keine Verwendung gefunden zu haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 171Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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