Vier oder Tetras (auch Tetraktys) galt in der Zahlensymbolik der Pythagoreer einerseits als Stellvertreterin der Zweizahl (Dyas), andererseits als Erzeugerin der Zehnzahl (Dekas). Als einfache Zwei oder zweites Glied in der Potenzenreihe dieser Zahl (2, 4, 8, 16 u. s. w.) war sie gleich der 8, 16 u. s. w. Stellvertreterin der Dyas mit dem geometr. Zeichen des Quadrats. Für die Erzeugerin der Dekas galt sie darum, weil die letztere durch Addition der in ihr enthaltenen Zahlen entspringt, indem 1427344 ⸗ 10. Die Dekas galt aber als Symbol der Ganzheit oder des Universums, weil nach dekadischem System alle Zahlen in der Zehn enthalten liegen. Diesem Gedankengange zufolge fiel auf die Vierzahl der Begriff, die Erzengungs- oder Schöpfungszahl des Universums zu sein, oder die Wurzel und Quelle der ewigen Natur zu bedeuten. Für die vier Teile dieser Wurzel oder Ausmündungen dieser Quelle hielten spätere Pythagoreer die vier aristotelischen Grundursachen des Woraus? Wonach? Wodurch? und Wozu? oder der Materie, der Form, der Kraft und des Zwecks.