Volkmann (Richard von), Sohn von Alfred Wilhelm B., hervorragender Chirurg und Kliniker, geb. 17. Aug. 1830 zu Leipzig, besuchte die Universitäten Halle, Gießen und Berlin, habilitierte sich 1857 in Halle und wurde 1867 zum ord. Professor der Chirurgie und Direktor der chirurgischen Klinik daselbst ernannt. Am Deutsch-Französischen Kriege von 1870 und 1871 nahm er als konsultierender Generalarzt des 4. Armeekorps, später der Maas⸗, zuletzt der Südarmee teil. V. hat sich große Verdienste um die Einfhrung und Vervollkommnung der antiseptischen Wundbehandlung erworben und wertvolle «Beiträge zur Chirurgies (Lpz. 1875, mit 14 Tafeln), sowie unter dem Pseudonym Richard Leander «Träumereien an franz. Kaminenv, Märchen (Lpz. 1871; 14. Aufl. 1883), und ein Bändchen 4Gedichte (Halle 1877; 3. Aufl. 1885) veröffentlicht. Seit 1870 gibt er mit andern Klinikern die ͥSammlung klinischer Vorträge heraus. Im J. 1885 wurde V. von dem Deutschen Kaiser in den erblichen Adelsstand erhoben.