Volo, Stadt in der griech. Nomarchie Larissa, Haupthafenplatz für ganz Thessalien, auf flachem Ufersaum am südwestl. Fuße des Pelion, im Hintergrunde der nördl. Bucht des Golfs von Volo (Sinus Pagasaeus), ist Sitz eines Metropoliten der riech.-orthodoxen Kirche und des deutschen Konsuls für Thessalien, Station der Linie V.⸗Larissa der Thessalischen Eisenbahnen und zählt (1881) 4987 E., welche Schiffahrt, Handel und viel Gewerbe betreiben. V. besteht aus drei Teilen: der aus wenigen langen, dem Strande parallelen Häuserreihen bestehenden eigentlichen Stadt, dem sich westlich anschließenden Kastell, griech. Kastro, türk. Gölos (vielleicht aus dem antiken Namen Jolkos entstanden), mit einer Kaserne, einer Moschee und wenigen Türkenwohnungen, und dem landeinwärts gelegenen Dorfe V. In der Nähe des letztern wird auf dem eine Episkopi-Kapelle tragenden vorspringenden Ausläufer des Pelion das in der mythischen Vorzeit berühmte Jolkos (s. d.) gesucht; östlich der Stadt finden sich die Ruinen von Demetrias (s. d.), westlich die des alten Pagasae (s. d.). Am 10. Sept. 1823 wurde hier eine Anzahl türk. Schiffe durch eine griech. Flottille zerstört; am 11. April 1854 wurden bei V. griech. Insurgenten unter Grizanis und Bardekis von den Türken geschlagen und im Okt. 1881 ward die Stadt von den letztern geräumt.