FeedWaischenfeld
ErdkundeBrockhaus 1882

Waischenfeld, Stadt im bayr. Regierungsbezirk Oberfranken, Bezirksamt Ebermannstadt, an der Wiesent, im Fränkischen Jura, 350 m über dem Meere, von Warttürmen und Trümmern von 1647 durch die Schweden zerstörten Burgen umgeben, ker (1880) 817 kath. E. und in der Nähe das maerische, von der Wiesent durchströmte, von seltsam Tat. vs Dolomitfelsen umgebene Rabenecker hal, die 1632 zerstörte, jetzt dem Grafen Schönborn gehörige und teilweise noch erhaltene Burg Rabeneck (25 kKm im SW. von W., links über der Wiesent), die im Dreißigjährigen Kriege zerstörte, 1836 vom Grafen Schönborn hergestellte Burg Rabenstein, auf hohem Felsen 2,5 km im SSo. von W., 50 mrechts über der Asbach gelegen; die Försterhöhle, ein domartiges Eewölbe mit schönen Tropfsteingebilden, ist 20 m hoch, 26 melang und 10 mbreit; die 1832 entdeckte 400mlange Sophien⸗ oder Rabensteinhöhle, die Fortsetzung der 1788 bereits bekannten Klaussteiner Höhle, unweit der Burg Rabenstein, ist die sehenswerteste unter den Höhlen der Fränkischen Schweiz wegen der großen Menge fossiler Knochen und der schönen Tropfsteinbildungen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 387Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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