FeedWanderameisen
TierreichBrockhaus 1882

Wanderameisen finden sich in Südamerika und dem tropischen Afrika. Die erstern, auch Besuchsameisen (Atta cephalotes) genannt, sind ziemlich groß, die Weibchen, die in trächtigem Zustande von den Indianern gegessen werden, erreichen selbst eine Länge von 25 mm; die Arbeiter, mit einem den Hinterleib an Größe übertreffenden Kopf ausgestattet, brechen manchmal in großen Scharen aus ihren mehrere Meter hohen Bauten hervor und beeben sich auf die Wanderschaft, alles Genießbare, Früchte, lebende Tiere aller Art, selbst Ratten vernichtend und sogar den Menschen anfallend. Doch sind sie gern gesehene Gäste, wenn sie in die Wohnungen eindringen, da sie hier mit dem überaus häufigen und lästigen Ungeziefer gründlich aufräumen. Die afrikanischen W. werden gewöhnlich Treiberameisen genannt, scheinen mehrere Arten zu umfassen und überziehen bei ihren Wanderungen namentlich die Termiten mit Krieg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 428Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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