Wasserpolaken nannte man die Flößer auf der Oder, die meist oberschlesische Polen waren. Der Name ging dann überhaupt auf die Polen in Oberschlesien undsterreichisch⸗-Schlesien über, die sich selbst Szlazak, Mehrzahl Szlazey, d. i. Schlesier, nennen. Ihre Sprache ist durch den Einfluß des Deutschen und Czechischen etwas verdorben, doch erscheinen in derselben seit etwa 1850 Zeitungen und Volksschriften durch die Bemühungen Paul Stalmachs in Teschen und des Bischofs Bernhard Bogedain (gest. 1860) in Oppeln. Novellen schrieb Karl Miarka, Volkslieder sammelte Julius Roger (Bresl. 1862).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 469Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei