Weber (Friedrich), Kupferstecher, geb. zu Liestal bei Basel 1813, verdankte seine Ausbildung teils Amsler in München, teils der modernen franz. Stecherschule, besonders aber dem gründlichen Studium der alten Meister. Dadurch gewann seine Vortragsweise die Vorzüge der plastischen Wirkung, des stofflichen Reizes und der Wahrheit. Längere Zeit lebte W. in Paris, begab sich dann aber nach Basel. Zu seinen besten Arbeiten nach klassischen Originalen Epren: die himmlische und die irdische Liebe nach Tizian, Rafaels Vierge au linge, die Lais nach Holbein, die Bella Visconti nach Rafael. Nach modernen Gemälden entstanden die Ital. Mädchen nach de Keyser, Kaiserin Eugenie nach Winterhalter etc. Er starb 17. Febr. 1882 in Basel.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 482Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei