Weizenälchen (Tylenchus tritici), ein zu den Haarwürmern gehörendes Tierchen, das im weiblichen Geschlecht 4, mm, im männlichen nur 2r mm mißt. Es bewohnt in der Jugend Weizenkörner, die durch seine Gegenwart eine krankhafte Veränderung erleidend zu sog. Gichtkörnern werden. Die Jungen können viele Jahre hindurch ein latentes Leben führen. Kommt endlich das Korn in feuchte Erde, so erwachen sie, durchbohren die Hülle des Korns, wandern in den Boden ein und suchen junge Weizenpflänzchen, in welche sie sich einbohren; hier ruhen sie bis zur Blütezeit des Weizens, steigen dann in die Ahrenachse nach oben, werden in der blühenden Ahre geschlechtsreif, begatten sich und die aus ihren Ciern sich entwickelnden Jungen dringen in die mißbildeten Weizenkörner ein, in denen sie nun wieder in eine Art Schlaf verfallen, bis dieselben unter die zu ihrer Erweckung günstigen Bedingungen kommen. Der engl. Naturforscher Baker erweckte 1770 W. aus Weizenkörnern, die er 1743 von Needham erhalten hatte.