FeedWeizsäcker (Jul.)
ReligionBrockhaus 1882

Weizsäcker (Jul.), Historiker, Bruder des vorigen, geb. 13. Febr. 1828 in Ohringen, habilitierte sich als Privatdocent der Geschichte in Tübingen 1859, und siedelte 1860 als Mitarbeiter der bayr. Historischen Kommission nach München über. Er wurde dann 1864 Professor in Erlangen, 1867 in Tübingen, 1872 in Straßburg, 1876 in Göttingen und 1881 in Berlin. W. schrieb außer den Abhandlungen Hinkmar und Pseudo-Isidor in Niedners Zeitschrift für histor. Theologier (1858) und »Die Pseudo-Isidorische Frage in ihrem gegenwärtigen Stander in von Sybels &Histor.Zeitschrift (186%) die Schriften Der Kampf gegen den Chorepiskopat des fränk. Reichs im 9. Jahrh.y (Tüb. 1859) und Der Rheinische Bund von 1254 (Freiburg 1879). Auch gab er 1867—85 im Auftrag jener Kommission fünf Bände der deutschen Reichsakten aus der Zeit König Wenzels und Ruprechts

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 533Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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