Werben (in der Altmarh, Stadt undkönigl. Domäne in der preuß. Propinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Osterburg, in der fruchtbaren Werbenschen Wische, an der Tauben Aland, Ikm vom linken Ufer der Elbe, welche 2 Km unterhalb der Stadt rechts die Havel aufnimmt, zählt (1885) 1740 E. mit der dazu gehörigen, am rechten Elbufer gelegenen Kolonie Neuwerben und hat Ziegeleien. Die wahrscheinlich 1160 erbaute St. Johanniskirche hat wertvolle Glasmalereien von 1467. Der runde, einen Brunnen enthaltende Festungsturm am Elbthore stammt aus dem J. 1460. W. ist wahrscheinlich die älteste Stadt der Altmark und war einst Mitglied der Hansa. Gustav II. Adolf hatte hier im Juli und Aug. 1631 ein festes Lager.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 552Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei