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ErdkundeBrockhaus 1882

Wilhelmsbad, Gesundbrunnen und Vergnügungsort im preuß. Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hanau, Station der Linie Frankfurt-Aschaffenburg der Hessischen Ludwigsbahn, erhielt den Namen vom nachmaligen Kurfürsten Wilhelm J. von Hessen, der bei den 1709 zufällig entdeckten Quellen (drei schwachen Eisenquellen) noch als Erbprinz 1779 schöne Gebäude aufführen und einen 30 ha großen Park anlegen ließ, in welchem prachtvolle Bäume, darunter eine alte Eiche von 7,50 m Umfang und 2,4 m mittlerm Durchmesser, stehen. Der Park ist von ausgedehnten Nadel- und Laubholzwaldungen umgeben. Das Kurhaus umfaßt einen großen und zwei kleine Säle und 60 Fremdenzimmer. Das Ganze ist Eigentum des preuß. Domänensiskus. Besucht wird W. besonders von Frankfurt und Hanau aus, doch mehr wegen seiner Anlagen und zum Vergnügen als wegen der Mineralquellen. Als Nachkurort ist W. wegen seiner ruhigen, gesunden Lage und schattigen Waldungen geeignet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 656Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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