Willibrord, Benediktiner und Missionar, geb. 658 in Northumberland, ward der Schüler Egberts, der ihn 690 mit noch elf Gefährten nach Friesland als Missionar schickte. Vorher ging W. nach Rom, um sich dort Vollmacht und Segen zur Missionsarbeit zu holen; auch setzte er sich mit Pipin ins Einvernehmen, und von diesen beiden Seiten mächtig unterstützt, führte er, besonders nachdem er 695 zum Erzbischof geweiht worden war, die Christianisirung des fränkischen Friesland zum größten Teil durch. Sein Sitz war Utrecht, von wo aus er auch einen Missionsversuch in Dänemark machte. Er starb 6. Nov. 739 in dem von ihm gegründeten Kloster Echternach in der Diöcese Trier, und hier ist sein Grab das Ziel zahlreicher Wallfahrten geworden. Die Hauptquelle für sein Leben ist die Biographie Alcuins.