FeedWindau
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Windau (lettisch Wentes-Pils, russ. Windawa), , See⸗ und Handelsstadt im russ. Gouvernement Kurland, an der Mündungder schiffbaren Windau in die Ostsee, 100 km nördlich von Libau, hat einen Hafen und eine Reede, die einen lebhaften Handel vermitteln. Der jährliche Export beläuft sich auf 1275000 Rub., der Import auf 200000 Rub. Die Einfuhr besteht hauptsächlich in Heringen, Salz, ferner in Steinkohlen, Soda, Cement, Dachpfannen, d. Wirkungen des Windes Segelführung und Fahrt 1—2 Knoten Fahrt. Für das Gefühl be2—4 „ Bewegt 36l. Wim4—6. 7„ Streckt einen Wimpel Einf. gereefte Mars-Dicht gereefte Groß⸗ Die ganzen Bäume Kein Segel kann ge⸗ Zerstörende Wir-Fayence-, Glas⸗, Gußeisen⸗ und andern Manufakturwaren; die Ausfuhr in Balken, Brettern, Planken, Eisenbahnschwellen und andern Holzartikeln, in Getreide, Leinsamen, sowie in Matten. Die Stadt zählt (1881) 5720 E., zeichnet sich durch sehr gesundes Klima aus und besitzt eine steinerne luth. Kirche (seit 1835), ein kath. Bethaus, eine griech.⸗russ. Kapelle in dem noch wohlerhaltenen Schlosse lerbaut 1341 vom livländ. Ordensmeister Burchard von Dreilöwen), eine Synagoge, zehn Schulen, ein Armenhaus und ein Zollamt. W. gehörte bis 1562 zum deutsch-livländ. Ordensstaate, dann bis 1795 zum Herzogtum Kurland und seitdem zu Rußland, erhielt 1643 die Stadtrechte vom Herzog Jakob von Kurland und mußte 1877 die deutsche Städteverfassung mit der russischen vertauschen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 677Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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