FeedWindofen oder Zugofen (Metallurgie)
TechnikBrockhaus 1882

Windofen oder Zugofen (Metallurgie), gemauerter schachtförmiger Raum, dessen Sohle durch einen Rost gebildet wird, auf welchem das von Brennmaterial umgebene Gefäß mit der zu erhitzenden Substanz sich befindet. Die zur Verbrennung nötige Luft wird vermittelst eines Schornsteins, der mit dem Windofen durch einen Kanal (Fuchs) in Verbindung steht, angesaugt. Windorgel (Organum pneumaticum) nannten die Alten ein Orgelwerk, bei welchem der Gebrauch pvon Wasser ausgeschlossen war; im übrigen wurden bei der Wind⸗ wie bei der Wasserorgel die Pfeifen nur durch verdichtete Luft zum Tönen gebracht. Die W. war früher bekannt wie die Wasserorgel; seit dem 14. Jahrh. existieren nur noch W.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 683Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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