Wisniowiecki oder Wiszniowiecki, poln. Fürstengeschlecht, das 1744 mit Michael Servatius W., Großhetman von Litauen, ausstarb. Fürst Dimitry W. war Ataman der Saporoger und machte durch Aufreizung der Tataren und Türken den Polen viele Schwierigkeiten. Von den letztern durch List aus seinem Amte entfernt, trat 1557 W. in die Dienste Moskaus, kämpfte mit Erfolg gegen die krimschen Tataren, kehrte aber 1561 wieder zu den Polen zurück. Darauf er 1563 mit einem Haufen Abenteurern in die Moldau, um 9en zum Fürsten derselben zu machen, ward aber geschlagen, gefangen und im Aug. 1564 in Konstantinopel auf grausame Weise hingerichtet. Jeremias Michael W., kleinruss. Wojwode, eb. 1612, gest. 22. Aug. 1651, studierte bei den Fesuiten in Lemberg und trat zum röm. Katholiismus über. Später bewies er sich als tapferer eldherr gegen die Tataren und Chmelnizkij. Der Sohn des letztern, Michael W., geb. 1638, wurde 1669 zum König von Polen gewählt, war aber weder im Innern, noch nach außen der Lage ewachsen. Die Türken eroberten Kamieniez, randschatzten Lemberg; aus Schrecken darüber schloß W. 18. Sept. 1672 den Frieden von Budziak, kraft dessen Podolien bei den Osmanen und die Ukraine dem Kosakenhetman unter der Hoheit der Pforte verblieben. Sobieski setzte die Nichtbestätigung dieses Friedens im Reichstage zu Warschau durch und sammelte neue Kräfte zur keantte W. des Kriegs. Aus Aufregung darüber erkrankte W. und starb 10. Nov. 1673 in Lemberg. ispel oder Winspel, ein im nördl. Deutschland bis Ende 1871 gesetzlich gewesenes Getreidemaß. In Preußen hatte der W. gesetzlich 24 Scheffel 13,191 hl, im größern Handel aber gewöhnlich 25 und bei Hafer 26 Scheffel; in Hamburg meist 10 Scheffel oder 20 Faß (= 20 preuß. Scheffel) 10,992 hl, bei Gerste und Hafer aber 50 Faß; in Sachsen 24 Scheffel = 24,910 hl und in Braunschweig = 40 Himten 12,45s hl. „Wissek, Stadt in der preuß. Provinz Posen, Regierungsbezirk Bromberg, Kreis Wirsitz, hat (1885) 1050 E., eine kath. und eine evang. Pfarrkirche. — Das Rittergut Klein-Wissek hat 150 E.