Wolgaufer hin sich erstrecken, wo sie in die Steppe der Innern oder Bukejewschen Kirgisenhorde übergehen, während sie sich südöstlich bis an das Kaspische Meer ausdehnen. Die Steppe nimmt die Kreise Astrachan, Jenotajewsk und Tscherny-Jar des Gouvernements Astrachan ein und umfaßt etwa 80 000 qkm. In ihrer physischen Beschaffenheit unterscheidet sie sich wesentlich von den Steppen im Süden des europ. Rußland. In der großen kaspischen Bodendepression gelegen, liegen die meisten Teile ihrer Oberfläche 1—15 m tiefer als der Spiegel des Schwarzen Meeres. Nur hin und wieder erheben sich aus den weiten Flächen inselartig einzelne Teile des Bodens zu Hügelreihen oder isolierten Erhebungen, wie die Große Bogdo-Ola östlich von der Wolga (154 m). Als ehemaliger Boden des alten Kaspischen Meeres, meist thonhaltig und sandig, ist die Steppe auch stark salzhaltig und ebenso die sehr CEolkes in ihr enthaltenen uichenden Gewässer. Solche Salzseen findet man namentlich häufig am Ostfuße der Ergenischen Hügel, in welche die von den genannten Höhen kommenden Steppenflüsse münden. Einer der größten der Salzseen ist der Baskuntschatskoje am Nordfuße des großen Bogdo-Ola. In der Nähe stärkerer Bodenerhebungen der Steppe und namentlich in den flachen Thälern der Hügelreihen findet sich meist immer gutes Trinkwasser, üppiger Graswuchs, sowie andere gute Futterkräuter; solche Stellen dienen den nomadisierenden Kalmücken als Weideplätze für ihre Haustiere. Aber große Strecken der Steppe werden ihres Mangels an Trinkwasser und der kärglichen Vegetation wegen, indem der Boden nur spärliche Salzpflanzen oder gar nichts hervorbringt, den Nomaden für einen längern Aufenthalt unmöglich. Vgl. Göbel, «Reise in die Steppen des südlichen Rußlande (Bd. 2, Dorpat 1838).