Xylidin, C IIIIN, eine aus dem flüssigen Kohlenwasserstoff des Steinkohlenteeröls, dem Xylol, dargestellte und dem Anilin (s. d.) entsprechende organische Base, welche, mit Anilin gemischt und mit Arsensäure oder Quecksilberchlorid behandelt, eine schöne rote Verbindung, das Xylidinrot (Rosaxylidin), bildet, das wie Rosanilin zum Rotfärben der Wolle und Seide benutzt werden kann. Neuerdings findet das X. in Kombination mit andern Teerfarbstoffen häufigere Anwendung.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 807Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei