Xylöl ist ein dem Benzol (s. d.) und Toluol homologer flüssiger Kohlenwasserstoff, der aus dem gereinigten Steinkohlenteeröl abgeschieden wird und bei 140 siedet und nach Untersuchungen von R. Fittig aus einem Gemenge von drei isomeren Kohlenwasserstoffen, dem Orthoxylol, dem Metarylol und dem Paraxylol besteht. Es wurde das X. als äußerliches Mittel gegen Blattern empfohlen. Mit Salpetersäure behandelt, geht es in das dem Nitrobenzol entsprechende Nitroxylol über, aus dem die dem Anilin korrespondierende organische Base, das Xylidin (s. d.), erhalten wird. Kylométer (Holzmesser), ein in der Forstwirtschaft gebräuchliches Gerät zur Messung des M Gpiilon), der 20. Buchstabe des griech., der 21. des latein., der 25. des deutschen Alphabets, bezeichnete im Altgriechischen den Laut unsers ü und wird in Fremdworten bei uns so gesprochen. Die Römer wandten ihn nur in griech. Lehnworten an. In den slaw. Alphabeten drückt er einen eigengentümlichen i-Laut aus, den man auch zum Unterschied von dem die Konsonanten erweichenden i als 42 i bezeichnet (im russ. Alphabet jery genannt). e westeurop. Alphabete, die das Zeichen verwenkubischen Inhalts unregelmäßig geformter Holzstücke. Man taucht das zu messende Holz in Wasser, das Volumen des verdrängten Wassers ist gleich dem Kubikinhalt des Holzes. Die zu diesem Zweck dienenden X. sind sehr verschiedener Konstruktion. Am einfachsten ist ein cylindrisches, mit eisernen Reifen versehenes Hohlgefäß von 1 bis 15 m Höhe, welches etwa 20 em unter der obern Offnung eine Abflußröhre besitzt; taucht man nun in das bis zur Abflußröhre gefüllte Gefäß das zu untersuchende Holz, so muß gerade so viel Wasser abfließen, als das Volumen des Holzes beträgt. Schneller arbeitet man mit einem X. folgender Konstruktion: Gefäß von starkem Zinkblech, welches auf einem soliden Holzuntersatz ruht und mit Eisenreifen umgeben ist, besitzt außen eine etwa 7 mm starke kommunizierende Glasröhre mit Messingskala. An letzterer liest man den Stand des Wassers vor und nach Eintauchen des Holzes ab; die Differenz beider Ablesungen ist gleich dem Inhalt des Holzes. Vgl. Bauer, «Die Holzmeßkunste (3. Aufl., Wien 1882); Kunze, «Lehrbuch der Holzmeßkunste (Berl. 1873).