Zachariä von Lingenthal (Karl Eduard), Rechtsgelehrter, Sohn des vorigen, geb. 21. Dez. 1812 zu Heidelberg, widmete sich zu Leipzig, Heidelberg und Berlin rechtswissenschaftlichen Studien. Im J. 1835 habilitierte er sich zu Heidelberg, wo er 1842 eine außerord. Professur erhielt. Seit 1845 lebt er zurückgezogen auf seinem Rittergute Großkmehlen bei Ortrand. Seine Hauptwerke sind die Delineatio historiae juris Graeco-Romaniy (Heidelb. 1839), die «Geschichte des griech.⸗röm. Privatrechts' (Lpz. 1864; 2. Aufl., Berl. 1877), das Jus Graeco-Romanumo (Bd. 1—7, 85 1856 —809), eine Sammlung von Quellen des byzant. Rechts, und Justiniani Novellaes (2 Bde. und Appendix, Lpz. 1881 —84).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 824Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei