Zauner (Franz, Edler von Feldpaten), Bildhauer, geb. 1746 zu Feldpaten im tirol. Oberinnthal, wanderte 1766 nach Wien, wo ihn der Akademieprofessor Schletterer fünf Jahre lang unterrichtete und sein großer Fleiß ihm die Studien an der Akademie erleichterte. Von Schletterer ging er zu dem Hofbildhauer Beyer, welcher damals den reichen Statuenschmuck für Schönbrunn besorgte. Der Neid des Lehrers unterdrückte jedoch Z.s Selbständigkeit, bis es letzterm durch die Förderung des Fürsten Kaunitz gelang, sein Brunnenmodell für den Schloßhof durchzusetzen. Zugleich sendete ihn Marie Theresia nach Italien, wo er von 1776 bis 1780 weilte. Als Professorsadjunkt zurückgekehrt, später Professor, Direktor und Hofstatuarius, leitete er die österr. Plastik vom Barockstil zum Klassizismus über. Z.s bedeutendste Leistung ist das 1807 vollendete Bronzedenkmal Kaiser Josephs II. in Wien, anläßlich dessen er sich um die Wiederbelebung der tiefgesunkenen Erzgießerkunst in Osterreich große Verdienste erwarb. Eine kleinere Wiederholung steht im Park zu Schönbrunn. Andere Werke 3.8 sind das marmorne Denkmal Kaiser Leopolds II. in der Augustinerkirche, vier kolossale Karyatiden am Palais Fries, Grabdenkmal des Grafen Fries in Vöslau 1788, Büsten des Kaisers Franz, der Grafen Wrbna und Hohenberg. Er starb in Wien 3. März 1822.