Zimmermann (Franz Jos.), Philosoph, geb. 21. März 1795 zu Wendlingen bei Freiburgi. Br., der Sohn eines Landmanns, trieb bis in sein 20. Jahr den Feldbau. In seinen Freistunden von den Ortspfarrern wissenschaftlich vorbereitet, brachte er es so weit, daß er 1814 in Freiburg die akademischen Studien der Theologie und Philosophie beginnen konnte. Z. ging 1820 nach Hofwyl, wo ihn Fellenberg als Lehrer anstellte, habilitierte sich 1823 als Privatdocent der Philosophie zu Freiburg und wurde 1828 außerord. Professor. In seinen «Untersuchungen über Raum und Zeit v (Freiburg 1824) vertrat er die später mit viel Geräusch geltend gemachte Meinung, daß Raum und Zeit nicht bloß nach Kants Ansicht Formen der subjektiven Anschauung, sondern leiem. auch außerhalb des Subjekts, also objektiv seien. Seine Metaphysik erschien unter dem Titel Lehre über Einheit, Vielheit und Einzelnheite (Freiburg 1826). Seine Denklehrer (Freiburg 1832) enthält zugleich einen Abriß der Psychologie. Außerdem veröffentlichte er seine Antrittsvorlesung: Das Werden der Philosophie von Kant bis jetzto (Freiburg 1833), sowie eine Abhandlung «Einzig möglicher Beweis für die Wahrheit der menschlichen Freiheit (Freiburg 1833). Im J. 1832 übernahm er die Redaktion des Volksblattes «Der echte Schwarzwälderv, worin er ausgezeichnete Aufsätze in Hebels Manier lieferte. Er starb 23. Sept. 1833.