FeedZingg (Adrian)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Zingg (Adrian), Kupferstecher, geb. zu St. Gallen 24. April 1734, bildete sich unter Wille zu Paris zum Kupferstecher und nahm iene Reinheit der Zeichnung an, die alle seine Werke gefällig, wohl auch etwas monoton macht. Er wurde 1766 Lehrer an der Kunstakademie zu Dresden, und eine Menge Landschaften in allen Größen beweist, wie sehr er in den Charakter der Gegenden, wo er nun lebte, eingedrungen. Vorzüglich gefielen seine Ansichten mit radierten Umrissen, die, aufs sauberste mit Sepia schattiert und angefärbt, durch die Bestimmtheit der Formen und eine glückliche Anordnung der Vorgründe sich auszeichnen. Seine Zeichnungen sind in Tusche, Bister und Kolorierung ausgeführt und vorzüglich in der Strichlage. Eine vollständige Sammlung seiner Werke erschien in Leipzig 1804—6. Sein «Zeichenbuchs in drei Heften ist in Originalabdrücken jetzt ziemlich selten. Z. starb 26. Mai 1816.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 919Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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