Zink, Spiauter oder Spelter (chem. Zeichen Zun; Atomgewicht = 65) heißt ein technisch äußerst wichtiges Metall von bläulichweißer Farbe und blätterig-krystallinischem Bruch, das, an der Luft anlaufend und sich mit einer weißlichgrauen Oxydschicht bedeckend, ein spezifisches Gewicht von 7,17 hat und bei 412 C. schmelzbar, in der Kälte und Hitze spröde, nur bei 120—150 dehnbar und dann auch des Walzens zu Blech und des Ziehens zu Draht fähig, in großer Hitze (bei 1040 C.) flüchtig und destillierbar ist. In Säuren löst sich das Z. leicht auf unter Zersetzung des mit der Säure verbundenen Wassers und Entwickelung von Wasserstoffgas, daher seine Anwendung in den Platinfeuerzeugen und zur Bereitung des Wasserstoffgases mittels verdünnter Schwefelsäure. Die metallurgische Gewinnung von Z. aus Zinkerzen beruht auf einer Reduktion von Zinkoryd vermittelst Kohle, welche Operation in verschlossenen Gefäßen bei Weißgluthitze vorgenommen wird und bei der die Kohle auf Kosten des Sauerstoffs im Zinkoxyd verbrennt und Z. frei wird. Es gilt demnach, das in den Erzen enthaltene Z. in oxydischen Zustand überzuführen, wenn es nicht bereits mit Sauerstoff vererzt vorkommt. Die Zinkerze, welche bei der o olaende: 31 im großen in Betracht kommen, sind folgende: Zinkspat ledler Galmei kohlensaures Zinkoryd mit 65,2 Proz. Z.), Kieselgalmei (kieselsaures Zinkoryd mit 66—68 Proz. 3.), Rotzinkerze inloxyd mit 80 Proz. Z.)., Zinkblende Schwefelzink mit 66,/ Proz. Z.). Je nach dem Vorkommen dieser Erze bedürfen dieselben vor Abgabe an die Hütte einer mehr oder weniger komplizierten Aufbereitung, d. h. Reinigung und Anreicherung. Wo es durch Handscheidung allein nicht gelingt, fremde unnütze oder schädliche Bestandteile zu entfernen, muß die Beseitigung derselben auf mechanischem Wege, durch Rufbereitung (s. d.). auf nassem Wege vorgenommen werden, und dies ist fast immer nötig bei der bergmännischen Gewinnung von Zinkblende, die zumeist in Begleitung von Bleiglanz, Kupferkies, Eisenspat auftritt und von diesen metallischen, die spätere Verhüttung schädigenden Beimengungen soweit als thunlich befreit werden muß. Von den vorerwähnten Zinkerzen können Rotinkerz und Kieselgalmei, letztere unter Zuschlag von Kalk, direkt vermittelst Kohle zu Z. reduziert werden, Zinkspat und Zinkblende bedürfen aber dazu noch einer Vorarbeit. Zinkspat wird einfach behufs Austreibung der Kohlensäure gebrannt und zwar, wenn das Erz in gröbern Stücken zur Hütte geliefert wurde, in Schachtöfen, dagegen in Flammöfen, wenn sich zwecks vorheriger Aufbereitung eine Zerkleinerung nötig machte. Die Zinkblende muß jedoch vor der Reduktion durch eine sehr sorgfältig geleitete Röstung vom Schwefel befreit und in Zinkoxyd übergeführt werden. Dies geschieht stets in Flammöfen, ähnlich denen, wie sie bei der Darstellung von Kupfer und Silber beschrieben wurden. Die Zinkblende wird anfangs schwach, nach und nach stärker unter den Shme und fortwährendem Durchrühren erhitzt, der Schwefel verflüchtigt sich in Form von schwefliger Säure bei gut geleiteter Roöstung bis auf 1—2 Proz., die im Röstgute (Zinkoryd mit mehr oder weniger andern Metalloxyden) verbleiben. Nach der Röstung und für die nun folgende Reduktion wird das geröstete, oder gebrannte, oder rohe Erz auf Walz⸗ oder Quetschwerken fein zerkleinert, damit das Reduktionsmittel, welches dem Zinkoxyd den Sauerstoff entziehen soll, die ebenfalls fein gepulverte Kohle mit dem Erze innig vermengt werden kann. Die Reduktion des Zinkoxyds zu Z. erfolgt erst bei einer Temperatur, die weit über der liegt, bei welcher 3. verdampft, es entsteht demnach bei Umsetzung zwischen Zinkoryd und Kohle, die Weißhitze verlangt, Kohlensäure und Zinkdampf, der in Berührung mit atmosphärischer Luft oder den Verbrennungsgasen sofort wieder zu Zinkoxyd verbrennen würde, wenn die Reduktion nicht in geschlossenen Gefäßen erfolgte. Solche, in Muffel⸗, Röhren-oder Retortenform, werden mehrere in einen Ofen Ginkdestillierofen) eingemauert. Damit nun aber die entstehenden Zinkdämpfe aus dem Reduktionsgefäß entweichen und sich kondensieren können, wird ein jedes mit einem zweiten außerhalb des Ofens befindlichen, der sog. Vorlage, luftdicht verbunden und in dieser ist der Sammelraum für das aus dem Erze ausreduzierte Z. benstehenden Fig. 1 und 2 geben ein Bild von der Konstruktion eines schlesischen Zinkdestillierofens. Auf dem durch ein flaches Gewölbe überspannten Herde a, in dessen Mitte etwas vertieft der Rost b liegt, stehen die mehr hohen als breiten Q.⸗Gefäße 6, die Muffeln, welche zur Aufnahme der Beschickung, Zinkerz und Kohle, dienen. Je zwei solcher Muffeln stehen dicht nebeneinander und sind im vordern Teile des Ofens durch eine schwache Scheidemauer von nebenliegenden Paaren getrennt. Gewöhnlich stehen 10—12 Muffeln in einer Reihe, sodaß also ein Ofen 20 —24 dergleichen enthält. Der durch die Reduktion des Zinkoxyds entstehende Zinkdampf sammelt sich in d, der Vorlage (Fig. 2). Diese besteht aus dem in die Muffel bis y reichenden horizontalen Halse ꝗ, welcher vorn offen ist, und dem rechtwinkelig nach unten gebogenen Unterstücke 8, an welches sich die Tropfröhre t (Fig. 1) anschließt. Diese mündet in dem Fig. 2. Tropfloche u, das zur Aufnahme des überdestillierten Z.s (Werkzink) dient. Zur Ableitung der Feuergase dienen mehrere im Ofengewölbe angebrachte Offnungen, durch welche jene in kleine Schornsteine pp und ins Freie geführt werden. Der Zutritt der Luft unter den Rost wird durch den geräumigen Aschenfall g vermittelt. Die Muffeln, aus feuerfestem Material, Chamotte, gefertigt, setzt man lufttrocken in einen besondern Temperofen, aus welchem sie, bis zur Rotglut erwärmt, in den Destillierofen gebracht werden. Eine solche Muffel ist etwa 1—2 m lang und 0,50 m hoch und faßt bis zu 50 Pfd. Erz. Von den belgischen Destillieröfen (Fig. 3 u. 4) unterscheiden sich die beschriebenen dadurch, daß jene statt der muffelartigen Gefäße, welche mit ihrer ganzen Basis auf dem Herde stehen, Röhren haben, welche an einem Ende geschlossen sind und frei im Ofen liegen. Ein solcher Ofen enthält ungefähr 60 Röhren b, welche auf Vorsprüngen a in der Rückwand des Ofens auflagern. Der vordere Teil der Röhren ruht, wie in Fig. 4 in größerm Maßstabe dargestellt ist, auf dem Steine e, welcher in seiner Haupt11— durch eine Eisenplatte d, an den Seiten Fig. 3. durch den Stein e unterstützt wird. In die Röhren wird der feingemahlene Galmei oder die geröstete Blende, mit Kohle gemengt, eingelegt, hierauf die Vorlage n, welche zur Aufnahme des 3. dienen soll, vorgestreckt und schließlich beim „ U·.t.. — von Zinkdämpfen das für das Auffangen des Zinkstaubes bestimmte 19. 4 Blechgefäß o, die Alonge, aufgesetzt. Nach Verlauf von ungefähr 6 Stunden, während welcher Zeit man den Ofen in Weißglühhitze erhalten hat, haben sich die Vorlagen mit 3. gefüllt, sie werden mit einer kleinen Kratze entleert und abgenommen, damit der Rückstand von der Reduktion aus den Röhren entfernt werden kann. Nach erneutem Füllen der Röhren verfährt man wie vorher. Gefeuert wird der Ofen von dem Roste raus, unter welchem der Aschenfall s liegt, die Verbrennungsprodukte, in faufsteigend, entweichen bei in einen Abzugskanal, welcher die Gase mit denen von andern Ofen vereinigt und in eine gemeinsame Esse führt. Das Z., welches bei der Reduktion gewonnen wird, ist noch keine Handelsware, es muß noch raffiniert, namentlich in den meisten Fällen von einem Bleigehalt befreit werden. Dies geschieht in Flammöfen mit geneigtem und an einer Stelle ausgekesseltem Herde. Der Z. wird darin eingeschmolzen und sammelt sich in dem tiefsten Teile des Herdes. Man läßt es darin eine Zeit lang in geschmolzenem Zustande stehen, wobei sich ein bleireicherer schwererer Teil von einem bleiärmern Teile derart absondert, daß letzterer über ersterm steht. Nach Abziehen der Gekrätze, Unreinigkeiten mit sich führender schaumiger Massen, wird der bleifreie Teil des Z. ausgekellt und in den Handel gebracht. Das gereinigte Z. wird bei etwa 100 C. zu Blech ausgewalzt, bei höherer oder niederer Temperatur ist dasselbe brüchig und nicht walzbar. In seinen Verbindungen fungiert das Z. als zweiwertiges Element. Von diesen sind zu erwähnen: 1) Zink und Sauerstoff: Zinkoryd, 2uO, Zinkweiß, Zinkblüte, Plores Zinci, Nihilum album, Lana philosophica. Entsteht durch direkte Vereinigung von Z. und Sauerstoff, wenn das schwachglühende Metall der Luft ausgesetzt wird, oder bei schwachem Glühen von Zinkcarbonat. Je nach der einen oder der andern Darstellungsweise unterscheidet man Zincum oxydatum via sicca paratum und Z. oxydatum via humida paratum. Das Zinkoxyd ist ein lockeres weißes, beim Erhitzen sich vorübergehend gelb färbendes, in Wasser unlösliches, in fast allen Säuren leicht lösliches Pulver. Zinkoxydhydrat, 2u(0LH)r, entsteht als weißer gallertartiger Niederschlag beim Vermischen einer Lösung eines Zinksalzes mit einer Lösung von Na⸗ .½ bis zur gerade wahrnehmbaren alkalischen Reaktion. Von einem Überschuß von Natron wird das Zinkoxydhydrat leicht zu Zinkoryd-Natron, In(ONa)a, gelöst. Das Zinkoxyd findet Verwendung in der Pharmacie (Zinksalbe), ferner ist es Rohmaterial zur Darstellung vieler Zinksalze und außerdem bildet es als Zinkweiß (s. d.) eine sehr wichtige Malerfarbe. 2) Zink und Schwefel: Schwefelzink, Zus, bildet das Mineral Zinkblende (s. d.), entsteht als weißer voluminöser Niederschlag beim Vermischen neutraler Zinksalze mit Schwefelalkalien, oder beim Einleiten von Schwefelwasserstoff in die Lösung von Zinkacetat; in allen stärkern Säuren leicht löslich, in Essigsäure unlöslich. 3) Zink und Chlor: Chlorzink, Zinkchlorid, ZnCk. Z. vereint sich bei gelindem Erwärmen mit Chlorgas zu wasserfreiem Zinkchlorid. In wässeriger Lösung erhält man es durch Lösen von metallischem Z. in roher Salzsäure. Die Lösung ist nach Beendigung der Wasserstoffentwickelung mit überschüssigem Z. tagelang zu digerieren, wodurch fremde Metalle, Blei, Cadmium, Arsen, Antimon; gefällt werden, während Eisen als Chlorür gelöst bleibt. Soll letzteres entfernt werden, so wird die Lösung mit Chlor gesättigt und das entstandene Eisenchlorid durch Digestion mit Zinkcarbonat zerseht. Die eisenfreie Lösung wird in einer Porzellanschale 7½½½ bis ein Tropfen der Flüssigkeit auf einem kalten Gegenstande erstarrt, und dann nach Entfernung des Feuers bis zum Erkalten gerührt, wobei das Chlorzink als weißes Krystallpulver zurückbleibt. Das Verdampfen hat rasch zu geschehen, da die konzentrierte Lösung bei längerm Verweilen in der Hitze unter Wasserzersetzung Chlorwasserstoff abgibt und dann Zinkorychlorid enthält. Bei einer Temperatur von 700* C. ist das Zinkchlorid destillierbar und erstarrt beim Erkalten zu einer weißen, an der Luft zerfließlichen, in Wasser und Alkohol leicht löslichen Masse (Zinkbutter). Das reine Zinkchlorid findet Verwendung in der Pharmacie und im chem. Laboratorium, technisch wird das Chlorzink namentlich zur Konservierung von Holz, Eisenbahnschwellen, als Lötwasser, zum Beizen des Messings etc. benutzt. Für letztere Zwecke braucht es nicht chemisch rein zu sein, so ist namentlich die umständliche Entfernung des Eisens nicht nötig, erforderlich ist nur Neutralsein der Lösung. Die Lösung findet sich im Handel in drei verschiedenen Konzentrationen, mit einem Gehalt von 18,25 und 30 Proz. Z., entsprechend den spezifischen Gewichten 1,40, 1,63, 1,6. Für diese Zwecke wird es entweder durch Lösen von Z. in Salzsäure und Verdampfen in eisernen Pfannen, oder durch Mischen von äquivalenten Mengen von Zinksulfat und Kochsalz und Verdampfen der Lösung, wobei nach Erreichung einer gewissen Konzentration das entstandene Natriumsulfat ausgeschieden wird, dargestellt. Mit Zinkoxyd verbindet sich Chlorzink zu Zinkorychlorid oder basischem Chlorzink. Dasselbe entsteht als plastische, nach einiger Zeit erhärtende Masse, wenn Zinkoxyd in eine Lösung von Chlorzink von 50 B. eingerührt wird. Dasselbe findet technische Verwendung zum Abformen von Gegenständen, wobei die Gußstücke weit größere Härte als Gipswaren und ein schönes elfenbeinartiges Ansehen annehmen; zur Anfertigung künstlicher Zähne und als Zahnkitt (Saurels, Sürsens Zahnkitt). 4) Zink und Cyan: Zinkceyanid, Cyanzink, Zn(CN), Zinceum cyanatum sine ferro, und Ferro-⸗ cyanzink, Zu. (FeC, NE), früher offizinelle, durch die Pharmakopöe von 1882 jedoch gestrichene Präparate, von denen das erstere durch Fällen von Zinkacetat mit wässeriger Blausäure, das letztere durch Fällen einer Lösung von Ferrocyankalium mit Zinksulfat, beide als weiße Niederschläge erhalten wurden. Beide Präparate dürfen nicht verwechselt werden, da das erstere äußerst giftig ist. 5) Zink und Kohlensäure: Zinkcarbonat, kohlensaures Zinkoxyd, ZuCOz, entsteht beim Vermischen einer kalten Lösung von Chlorzink mit Natriumcarbonat als gallertartiger, sehr voluminöser, schwer zu waschender Niederschlag. Handelt es sich bei der Darstellung des Zinkcarbonats um die Gewinnung eines Zwischenprodukts für die Herstellung von Zinkoxyd oder von Zinksalzen, so trägt man eine von fremden Metallen befreite Lösung von Chlorzink in kochende Lösung von Natriumcarbonat ein, wobei man einen Teil des letztern Salzes unzersetzt läßt. Es entsteht dann unter Freiwerden von Kohlensäure ein basisches Carbonat von dichter Beschaffenheit, welches sich leicht waschen läßt. 6) Zink und Schwefelsäure: Zinksulfat, schwefelsaures Zink, Zinkvitriol, weißer Vitriol, weißer Galizenstein, Kupferrauch, krystallisiert Zus0. 711, O, entsteht beim Lösen von Z. in verdünnter Schwefelsäure, wird technisch beim Rösten von Zinkblende enthaltenden Erzen, Auslaugen des Röstguts, Verdampfen und Krystallisieren gewonnen. Der nach letzterm Verfahren auf Harzer Hütten, zu Falun u. a. O. dargestellte Vitriol enthält stets mehr oder weniger fremde Beimengungen, Vitriole der verschiedensten Metalle. Häufig wird derselbe, um den größern Teil des Krystallwassers zu entfernen, calciniert. Der Zinkvitriol schießt bei langsamem Erkalten seine Lösungen in großen rhombischen Säulen von der Form des Bittersalzes an. Er schmilzt bei gelindem Erwärmen, verliert bei 100“ 6 Moleküle Krystallwasser, während der Rest erst bei schwachem Glühen entweicht. Bei stärkerm Glühen zerfällt er in Zinkoryd, schweflige Säure und Sauerstoff. Das Zinksulfat findet Verwendung in der Heilkunde, als Beize im Zeugdruck, zur Firnisbereitung. 7) Zink und Chromsäure: Zinkchromat, ZnCrOs, Zinkgelb, entsteht als citrongelber Niederschlag beim Vermischen eines Alkalimonochromats mit einer Lösung von Zinkvitriol. Findet Verwendung als Malerfarbe. 8) Zin kund Essigsäure: Zinkacetat, essigtralisieren von Essigsäure mit Zinkcarbonat, Verdampfen der Lösung und Krystallisteren. Es bildet farblose, tafelförmige, sehr leicht in Wasser, schwerer in Weingeist lösliche Krystalle und ist als Zincum aceticum offizinell. 9) Zink und Phenolsulfonsäure: Zincum sultocarbolicum, offizinelles Präparat, wird erhalten, indem man 100 Teile krystallisiertes farbloses Phenol mit 120 Teilen konzentrierter Schwefelsäure 3 bis 4 Tage bei einer Temperatur von 507 C. erhält, dann nach dem Verdünnen mit Zinkorxyd sättigt, die filtrierte Lösung durch Verdampfen konzentriert und mit starkem Alkohol mischt. Durch den Zusatz von Alkohol wird Zinkvitriol gefällt, während das phenolsulfonsaure Z. in Lösung bleibt und durch Eindampfen als wasserfreies Salz gewonnen wird. Das 3. kommt teils in Blöcken, teils in gewalzten Blechen, selten in Drähten in den Handel. Man braucht Zinkblech zum Dachdecken, zu Dachrinnen, Wasserbehältern und einer Menge kleinerer Klempnerarbeiten (vgl. Blech); ferner zum Guß von Statuetten und zahlreichen kunstgewerblichen Objekten, architektonischen Verzierungen u. s. w. (vgl. Kunstguß); Zinkdraht zu Metallgeflechten, zum Anbinden von Bäumen u. s. w. (ovgl. Draht). Wegen seiner elektropositiven Eigenschaft ist Z. das gewöhnlichste positive Element aller galvanischen Batterien, wobei es allmählich aufgelöst und in Zinkvitriol verwandelt wird. Auf seiner elektropositiven Beschaffenheit beruht auch die Eigenschaft des 3., andere weniger positive Metalle, mit denen es in Berührung steht, vor dem Angegriffenwerden durch Säure u. s. w. zu schützen. Das sog. Galvanisieren der Metalle ist eine Anwendung dieses Satzes, der aber nur richtig, so lange es sich um völlige Eintauchung des zu schützenden Metalls in die angreifende Flüssigkeit handelt. So werden allerdings Schiffsbeschläge von Eisen durch Befestigung mit Zinknägeln und Verbindung mit kleinen Zinkplatten konserviert; dagegen kann die Anwendung von Zinknägeln auf Dachdeckungen von Eisen nicht denselben Effekt haben. Das sog. Galvanisieren eiserner Bleche, Drähte und Geräte, wie es jetzt überall ausgeführt wird (vgl. Eisen, galvanisiertes, und Verzinken), ist weiter nichts als ein dünnes Verzinken und hilft auch nur, so lange der Zinküberzug ganz ist; jedenfalls ist aber durch die Einführung des Z. zum liberziehen eiserner Gegenstände statt des Verzinnens ein wichtiger technischer Fortschritt geschehen. Die Ausführung des Verzinkens ist jedoch wegen des höhern Schmelzpunktes des 3. schwieriger als das Verzinnen. Neuerdings stellt man, um die Züge der gezogenen Geschütze zu schonen, die Hülle der Projektile und die Kartätschen vielfach aus Z. dar. Sehr wichtig endlich ist das Z. durch seine Anwendung zu Legierungen mit andern Metallen. Am wichtigsten sind die Legierungen mit Kupfer, deren Farbe und andere Eigenschaften von dem Verhältnis beider Metalle abhängen. Man unterscheidet vorzüglich Messing (s. d.) oder Gelbguß und Tombak (s. d.) oder Rotguß. Kupfer, Z. und Zinn geben Bronze (. d.); Kupfer, Z. und Nickel geben Argentan (s. d.) oder Neusilber. (Vgl. Legierungen.)