Zirkel (Ferd.), namhafter Mineralog und Geolog, geb. zu Bonn 20. Mai 1838, widmete sich zu⸗⸗ erst berg⸗ und hüttenmännischen Studien und ging nach einer im Sommer 1860 nach Island unternommenen Reise 1861 nach Wien, um an dem Hofmineralienkabinett und an der Geologischen Reichsanstalt mineralog. und geolog. Untersuchungen aus-Raßwenit Im J. 1863 wurde er Professor an der iniversität zu Lemberg, wo er mit mehrfachen Unterbrechungen durch größere Studienreisen nach Frankreich, in die Pyrenäen, nach Schottland, Italien fünf Jahre verweilte. Als 1868 in Kiel ein besonderer Lehrstuhl für Mineralogie und Geologie errichtet wurde, folgte er einem Rufe dahin. Seit Herbst 1870 weilt er als Nachfolger Naumanns in Leipzig als ord. Professor an der Universität und Direktor des neubegründeten mineralog. Museums. Der Sommer 1874 führte ihn nach Nordamerika zur Untersuchung der von der sog. Geologischen Erforschung des vierzigsten Breitegrades veranstalteten großartigen Sammlungen. Im J. 1883 wurde er zum Geh. Bergrat ernannt. Z. hat sich mit besonderer Vorliebe dem mikroskopischen Studium der Beschaffenheit und Struktur der Mineralien und schiedenen zugewandt. Außer zahlreichen, in verchiedenen Fachzeitschriften veröffentlichten Abhandlungen sind von größern Werken zu nennen: Reise nach Island im Sommer 1860 v (mit W. Preyer, Lpz. 1862), „Lehrbuch der Petrographie v (2 Bde., Bonn 1866), „Untersuchungen über die mikroskopische Zusammensetzung und Struktur der Basaltesteine »(Bonn 1869), «Die mikroskopische Bechaffenheit der Mineralien und Gesteine» (Lpz. 1876). Auch gab er Naumanns Elemente der Mineralogier neu heraus (12. Aufl., Lpz. 1885).