FeedSchrauf (Albr.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Schrauf (Albr.), namhafter Mineralog, geb. 14. Dez. 1837 zu Wien, studierte daselbst Naturwissenschaften, wurde 1861 Beamter bei dem Hof-Mineralienkabinett und blieb, 1868 zum ersten Custos ernannt, an demselben bis 1874. An der wiener Universität habilitierte er sich 1863 als Docent und wurde daselbst 1874 ord. Professor der Mineralogie und Vorstand des Mineralogischen Museums. Ses litterarische Thätigkeit bewegt sich auf dem Gebiete der Mineralogie und physik. Kry-Bandiumden Außer zahlreichen Aufsätzen und Abhandlungen, insbesondere krystallographischer Art, z. B. über Columbit, Roselith, Uranothallit, Kieselzink, Labradorit, Tellurerze, Lanarkit, Brookit, Kupferlasur, Gismondin, veröffentlichte er an größern selbständigen Werken: «Lehrbuch der physik. Mineralogied (2 Bde., Wien 1866—68), sein eigentliches Hauptwerk; ferner «Atlas der Krystallformen des Mineralreichso (5 Hefte, Wien 1865 —77), (Physik. Studien über die Beziehungen zwischen Materie und Lichto (Wien 1867), «Handbuch der Edelsteinkunder (Wien 1869).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 491Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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