Zirkon, ein im tetragonalen System krystallisierendes, mit Rutil und Zinnstein isomorphes Mineral, welches meist säulenförmige oder pyramidale, ganz selten auch verzwillingte Individuen bildet, von der Härte 7,5 und dem spezifischen Ge-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XVI. wicht 4, —4,7. Der Z. ist an sich farblos, aber nur selten wasserhell oder weiß, meist gefärbt in mancherlei grauen, gelben, grünen, namentlich in roten und braunen Farben; die lebhaft orangefarbenen pflegte man früher als Hyacinth zu unterscheiden. Im Feuer brennen sich manche intensiv gefärbte Varietäten ganz weiß. Das Mineral hat einen sehr oft diamantartigen, auch in den Fettglanz fallenden Glasglanz und ist pellucid in allen Graden. Der chem. Zusammensetzung nach besteht der Z. aus 1 Molekul Zirkonsäure und 1 Molekul Kieselsäure, ZrO, + Si O. mit 67,12 Proz. Zirkonsäure und 32,88 Kieselsäure; manche besitzen auch einen kleinen Eisengehalt, welcher wohl die Färbung bedingt. Die schönfarbigen und durchsichtigen Varietäten des Z. werden als Edelstein benutzt, auch gebraucht man ihn wegen seiner Härte zu Zapfenlagern für feine Wagen, für die Spindeln feiner Räder.