Zinnsäure, s. unter Zinn (Verbindungen 1b). Ziun olution, s. unter Zinn(Verbindungen3). einzige Mineral, aus welchem das metallische Zinn im großen dargestellt wird, und deshalb von bedeutender Wichtigkeit. Es krystallisiert tetragonal, isomorph mit Rutil und Zirkon, in teils kurz säulenförmigen, teils pyramidalen Gestalten, doch gehören einfache Individuen zu den Seltenheiten, indem „die meisten Krystalle Zwillinge nach der Grund-Deuteropyramide sind, wobei die Hauptachsen der beiden Individuen eine Neigung von 112 10“ besizen. Die durch steile ditetragonale Pyramiden charakterisierten spitzen Formen heißen in Cornwall Needle-Tin (Radelzinn). Der Z. bildet auch fest verwachsene körnige Aggregate, selten kleine zartfaserige Massen mit konzentrischer Farbenzeichnung (Holzzinn). Die Härte beträgt 6 bis 7, das spezif. Gewicht 6,5 bis 7. Der Z. ist an sich farblos, aber meist gefärbt in gelblichen und bräunlichen Tönen bis ins Pechschwarze, diamantglänzend oder fettglänzend, durchscheinend bis undurchsichtig. Chemisch besteht er aus Zinnoxyd oder Zinnsäure, Su O2, mit 78,62 Proz. Zinn und 21,8 Sauerstoff.