Zonenlinsen oder Gürtellinsen nennt man von Buffon (1750) erdachte und von Fresnel (1822) verbesserte große optische Linsen, welche aus mehrern gläsernen Ringen, Gürteln oder Zonen bestehen, deren Oberflächenkrümmungen so berechnet sind, daß sie alle einen gemeinschaftlichen Brennpunkt besitzen. Die Z. sind oft an Stelle der leicht erblindenden Hohlspiegel der Leuchttürme getreten, ferner werden sie im Signalwesen der Eisenbahnen, Militärlager etc. benutzt; sie vertragen viel weitere Offnungen als gewöhnliche große Glaslinsen, und sind daher viel wirksamer als letztere.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 943Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei