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HimmelskundeBrockhaus 1882

Zonen, Erdgürtel oder Erdstriche heißen in der mathem. Geographie diejenigen Streifen der Erdoberfläche, welche zwischen zwei dem Aquator parallelen Kreisen eingeschlossen sind. Schon die Alten unterschieden deren mehrere; jetzt kennt man vorzüglich dreierlei 3. die heiße 3., die kalten und die gemäßigten Z. Die heiße Zone ist der zwischen den beiden Wendekreisen eingeschlossene Teil der Erdoberfläche; alle Orte dieser Z. haben die Sonne zweimal des Jahres im Zenith. Zieht man in einer Entfernung von 23· 27“ von den beiden Polen zwei dem Agquator parallele Kreise, welche Polarkreise genannt werden, so schließt jeder derselben einen Teil der Oberfläche der Erde ein, in deren Mitte der Pol ist. Man nennt sie die beiden kalten Zonen. Der übrige Teil der Erdoberfläche besteht aus zwei Z., die zwischen einem Wendekreise und dem ihm nächsten Polarkreise eingeschlossen sind und die man die beiden gemäßigten Zonen nennt. Von der ganzen Erdoberfläche kommt die größere Hälfte (etwa ½3) auf die gemäßigten, ½ auf die heiße und nur wenig über ½8 auf die kalten Z.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 943Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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