Zuckerrohrt „Pflanzenart, s. Arenga. ben wa aus der Familie der Gramineen, deren in en warmen Zonen wachsende Arten hohe, schilfartige Rohrgewächse mit langen, breiten Blättern und großen, dichten, seidenglänzend behaarten Blütenrispen sind. Die zweiblütigen Ahrchen sind nämlich mit Büscheln seidenglänzender Haare umgeben. Die wichtigste Art ist das gemeine Z. (S. officinarum L., vgl. Tafel: Industriepflanzen II, Fig. 3), welches aus dem mittlern Asien und dem südl. China stammen soll und durch die Araber und die Kreuzzüge ins südl. Europa verpflanzt worden ist. Bald nach der Entdeckung Amerikas wurde dasselbe auch in die Tropengegenden dieses Erdteils gebracht, und jetzt ist die Kultur des Z. in allen Tropenländern, sowie in mehrern subtropischen Gebieten eine ausgedehnte. In Europa, wo gegenwärtig die Kultur des Z. nur in Südspanien (besonders in der Provinz von Malaga) in größerm Maßstabe betrieben wird, reicht dieselbe über Sicilien und Andalusien hinaus, in China bis zu 30“, in Nordamerika bis zu 32 nördl. Br., auf der südl. Halbkugel bis zu 22 südl. Br. Aus dem ausdauernden, weit umherkriechenden Wurzelstocke schießen mehrere vielknotige, verschieden gefärbte Halme 2,86 bis 4 m hoch auf, die 21 —48 mm dick und zu zwei Drittteilen ihrer Länge mit einem lockern, süßen, saftigen Marke erfüllt sind. Die 1,3 bis 1,6 m langen bandförmigen Blätter haben einen starken weißlichen Mittelnerv. Die Blüten stehen in gewaltigen, ellenlangen, pyramidalen Rispen. Nach einigen Jahren wird die Wurzel ausgehoben, zerteilt und wieder gepflanzt, sonst geschieht die Vermehrung durch Stecklinge. Das violette Z3. (S. violaceum Juss.) wird in Westindien besonders häufig angebaut. Größtenteils mit Blattscheiden bedeckt ist der Stengel des in China gebauten chinesischen 3. (S. Chinense Rorb.). Von allen diesen Arten gibt es durch Kultur erzeugte Spielarten.