FeedZulukaffern (Ama-Zulu-Kaffern)
GeschichteBrockhaus 1882

Zulukaffern (Ama-Zulu-Kaffern), der bedeutendste Stamm der Kaffern (. d.), breitete seit 1816 seine Herrschaft bis zur Delagoabai aus unter seinen Königen Tschaka (bis 1828), Dingaan (1828 —39), Pandu (1839—72) und Ketschwayo (s. d.). Letzterer, anfänglich mit den Engländern befreundet, geriet später mit ihnen in Grenzstreitigkeiten, die im Dez. 1878 zu einem Ultimatum des Gouverneurs der Kapkolonie führten. Da Ketschwayo das Ultimatum ablehnte, rückten 12. Jan. 1879 engl. Truppen unter General Chelmsford über den Tubiete den Grenzfluß zwischen Natal und dem Geiete der 3., erlitten aber 22. Jan. eine empfindliche Niederlage bei Isandula. Nachdem jedoch die Engländer aus England und Indien auf 23000 Mann verstärkt worden waren, schlug Chelmsford 3. April die Z. bei Gingholovo und entsetzte 4. April das von ihnen eingeschlossene engl. Lager bei Ekowe. Im Mai 1879 wurde Sir Garnet Wolseley (s. d.) zum Gouverneur von Natal und Transvaal ernannt und ihm die Fortsetzung des Kriegs gegen die Z. übertragen. Bei einem Rekognoszierungsgefecht fiel 1. Juni Prinz Napoleon, welcher 27. Febr. nach Natal abgereist war, um im engl. Generalstab dem Krieg beizuwohnen. Am 4. Juli wurde das 20000 Mann starke Zuluheer von General Chelmsford unweit des Königskraals Ulundi vollständig geschlagen, dieser Kraal und die umliegenden Militärkraals zerstört und König Ketschwayo von der verfolgenden brit. Kavallerie unter Lord Gifford 28. Aug. im Kraal am Ngomewalde am Schwarzen Umwolosi gefangen. (S. ululand.) Vgl. Eden, Ula in Veldt and aagero (Hamb. 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 957Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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