FeedZullichau
ErdkundeBrockhaus 1882

Zullichau, Dorf bei Stettin (s. d.). „ZBüllichau, Kreisstadt im preuß. Regierungsbeirk Frankfurt a. O., Station der Linie Bentschenzuben der Preußischen Staatsbahnen, in einer niedrigen, fruchtbaren Ebene, 7 km von der Oder und 11 km von der schles. Grenze gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts und hat (1885) 7857 meist prot. E., sechs Kirchen (zwei evangelisch-lutherische, zwei freie lutherische, eine reformierte, eine katholische) und einen jüd. Tempel, sowie ein mit einem Gymnasium und seit 1766 mit einem Pädagogium verbundenes Waisenhaus. Die Hauptnahrungszweige der Stadt sind Obst⸗ und Weinbau und Tuchfabritation, die aber sowie der Handel gegen früher bedeutend an Wichtigkeit verloren hat. Die Stadt gehörte sonst zu dem Herzogtum Krossen, das 1538 an Brandenburg kam und der Neumark einverleibt wurde. Im Siebenjährigen Kriege kam es bei Z. 23. Juli 1759 zu einem Treffen, nach den nahen Dörfern auch das Treffen bei Kay oder Palzig genannt, in welchem die Russen unter Soltikow über die Preußen unter dem General Wedel den Sieg davontrugen. — Der Kreis Zullichau-Schwiebus zählt auf 915, Akm (1885) 50313 meist prot. E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 957Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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