Georgische Lauten. In Georgien hatte der byzantinische Stil anfangs nicht so starke Ausbreitung wie in Armenien gefunden; die ältesten Kirchen haben Giebel in Ost u. West u. als einzige Verzierung eine oder einige Nischen. Als aber im Anfang des 11. Jahrh. unter Bagrat II. Georgien durch Vereinigung mit Abchasien mächtiger ward, stand die armenische Bauweise in voller Blüte und kam dann auch in Georgien zur Anwendung. Ein armenischer Baumeister baute im Jahre 1000 die Klosterkirche zu Sion im Thale Atene in Karthli. Die 1020 gebaute Bischofskirche zu Martvili in Mingrelien istebenfalls völlig armenisch, ebenso die Kathedrale in Kutais, 1003 —1009 gebaut, in welcher sich byzantinische Anklänge finden. Nach 1050, bei der Trennung von Armenien, schloß sich