FeedLaun
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Laun, k., frz. lave, f. engl. lava. Mit diesem Namen bezeichnet man alle Gesteinsmassen, welche in feuriger flüssiger Gestalt aus Vulkanen ausgeflossen und dann erstarrt sind. Man unterscheidet hauptsächlich dreierlei in Laven: Trachytlava, welche als vorherrschenden Gemenger stheil Feldspat und porphyrartig eingewachsenen Augit, er Hornblende oder Glimmer enthalten; basaltische, Augit- od. doleritische L. in welchen Augit vorherrscht, innig verbunden mit etwas Labrador, Magneteisenerz, Hauyn etc.; Leucitlava, in denen Leueit innig verbunden mit Augit vorherrscht. Diese L. sind seltener. Verschiedene Laven eignen sich gut zu Bau⸗ und Pflastersteinen und wurden schon im Alterthum zu dergleichen Zwecken verwendet. Andere liefern große, leicht bearbeitbare Werkstücke, wozu bes. halbporöse sich eignen. Einige Lavenarten lassen sich auch poliren, z. B. Lave porphirorde des Vesuvs, g etigerte L., du Puy, von feinem Korn, schuppigem Bruch, grünlichgrau, schwarzgefleckt, glimmerichte L. des Vesuvs mit olivengrünen Glimmerblättern, mit anderen weißlichen od. schwärzlichen Stoffen gemengt; bes. die L.des Vesuvs hatoft sehr schöne Farbe u. Zeichnung u. nimmt gute Politur an.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 270Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6