Restaurationslokal, n., franz. estaminet, m. Hauptsächlichste Berücksichtigung verdienen bei Anlage von dgl. folgende Sätze: die Hausflur sei zugfrei, der Eingang in das eigentliche R. jedenfalls so eingerichtet, daß bei Oeffnung der Thür kein Luftzug entsteht. Die Zugänge von Keller und Küche seien nahe und bequem, doch ist auch hier Eindringen von kalter Luft und Zudrang von Speisedämpfen aus der Küche nach den für Gäste bestimmten Lokalitäten thunlichst zuvermeiden. Sehr sorgfältig sorge man für zugsreie und doch vollständige Ventilation, bes. für Abzug des Tabakrauches. Zahl u. Größe dieser Lokalitäten hängt natürlich vom Willen des Restaurateurs ab; für die eigentliche Trinkstube ist eine Abtheilung in Logen (Boxeß) zu empfehlen; kleine Seitenkabinette sind oft sehr zweckmäßig, sowie auch Nischen, Alkoven etc. dem Publikum sehr willkommen zu sein pflegen, bei der Dekoration vermeide man zu schwerfälligen Prunk ebenso, wie zu feine, kleinliche, zarte Formen u. Farben; s.Billard, Gasthaus etc.